Mo, 7. März 2016: Internationaler Frauentag

In der Kaufbar, Helmstedter Straße 135, berichtet um 18 Uhr die Referentin für Asylpolitik und Asylrecht von Amnesty Deutschland, Wiebke Judith, über frauenspezifische Fluchtgründe, Gefahren und Probleme für Frauen auf der Flucht und nach einer geglückten Flucht.
Vorgefertigte Briefe liegen zur Unterschrift bereit, in denen Freiheit und Gerechtigkeit von verschiedenen Regierungen für inhaftierte und bedrohte Menschenrechtlerinnen gefordert werden.

Do, 15.10.2015, Musik öffnet Grenzen

Solidarität kennt „No Borders“

Knapp 60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Und es werden immer mehr. Diese Rekordzahl hilfsbedürftiger Individuen bedeutet auch eine große Zahl an humanitärer Hilfe. Die Braunschweiger Musikszene bildet hier keine Ausnahme. Am Abend des 15. Oktober 2015 fand das Benefizkonzert „No Borders – Musik öffnet Grenzen“ in der Brunsviga statt. Damit möchten die Braunschweiger Organisatoren David Radloff und Ricardo Santos Alves „keine Landesgrenzen abschaffen, lediglich die Grenzen in den Köpfen der Menschen“ (Ricardo Santos Alves).
Nach dem Motto „Jede Spende Hilft! Keine Spende, kein Eintritt“ wurden die Gäste der Veranstaltung gebeten, durch eine Spende Solidarität für die Menschen zu zeigen, die jede Hilfe brauchen, und ein Zeichen gegen den immer größer werdenden Hass zwischen Menschen und Nationen aufgrund von Grenzen zu setzen.
Die gesamten Konzerteinnahmen wurden zu je 50% an die Amnesty International Gruppe Braunschweig als auch an das Flüchtlings-Erstehilfe-Projekt Sea Watch, welches schiffbrüchige Flüchtlinge rettet, gespendet.
Amnesty International war mit einem Informationsstand bei der Veranstaltung präsent und informierte die Gäste vor Ort über die Menschenrechtslage von Flüchtlingen. Dabei wurden Spenden als auch Unterschriften für eine Petition gesammelt, die die deutsche Regierung unter anderem zur Schaffung von sicheren Zugangswegen für Flüchtlinge sowie umfangreicheren Neuansiedlungsprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge auffordert.
Damit auch jeder bei der Veranstaltung auch auf seine Kosten kam, boten sieben lokale sowie bundesweit bekannte Künstler und Bands verschiedene Musikrichtungen an, von Hiphop vom Indie-Rapper Jonny S mit seiner Band The Gang über Rock von GenerationZ und Lofia bis hin zum Jazz vom Rafael & Alejandro Quartett. Als Highlight des Konzerts konnten Flüchtlinge im Rahmen eines kurzen Gastauftrittes selbst eine Vorstellung beitragen.
Eine großzügige Spende von jeweils 1525,00 € wurde am Ende des Konzerts in Form mehrerer riesiger Bankschecks für Amnesty International und für Sea Watch überreicht. Cordula Ast bedankte sich auch im Namen von Sea Watch.

Fr, 4.-18. Dezember 2015, 2 x Briefmarathon

In den Wochen um den Tag der Menschenrechte findet der schon fast traditionelle Briefmarathon statt, in dem sich Unterstützer der Menschenrechte weltweit für Einzelfälle einsetzen. Wir in Braunschweig legen auch schon traditionell Briefe in der Bibliothek im Schloss und – neu – in der TU-Mensa in der Katharinenstraße Briefe zum Unterschreiben aus.151210_BriefmarathonGoetz

Pressemitteilung:

Amnesty International startet weltweite Briefaktion unter dem Motto „Dein Brief kann Leben retten“

Am 10. Dezember 1948 haben die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet, mit der die 30 Artikel der Menschenrechtscharta verkündet wurden. Deshalb wurde der 10. 12. zum Internationalen Tag der Menschenrechte erklärt, an dem der Friedensnobelpreis und der Sacharowpreis des Europäischen Parlaments andere Menschenrechtspreise verliehen werden.

Amnesty International nimmt diesen Gedenktag wie in jedem Jahr zum Anlass, weltweit auf die Menschenrechtssituation aufmerksam zu machen. Mit einem sog. „Briefmarathon“, in dem vorgefertigte Briefe an Regierungen, die Menschen aus politischen oder religiösen Gründen oft ohne rechtlichen Beistand in Haft halten, foltern oder sich anderer Menschenrechtsverletzungen schuldig machen, unterzeichnet werden können.

Die Braunschweiger Gruppe von Amnesty beteiligt sich in diesem Jahr an der Briefaktion mit Briefen an die Regierungen und Botschaften von Burkina Faso, El Salvador, Myanmar und Usbekistan.

Wer diese Aktion unterstützen möchte, kann dies tun: die Petitionen liegen vom 4. bis zum 18. Dezember 2015 im Lesesaal der Öffentlichen Bücherei im Schloss und in der Mensa der TU Braunschweig zur Unterschrift aus.

Volker Mewes
Amnesty International
Gruppe Braunschweig
28.11.2015

Fr, 13. November, Mia-Konzert, Goslar

MIA rockt die Kaiserstadt

„Ich protestiere gegen Grenzen. Ich bin ein Mensch, ich bin für Menschen.“
(Ausschnitt aus MIAs Lied „Pro Test“)

In diesem Jahr begleitet Amnesty International die Berliner Band MIA, die seit Jahren bereits die Arbeiten der Menschenrechtsorganisation unterstützt, auf ihrer deutschlandweiten Konzertreise mit der aktuelle Kampagne für den Schutz von Flüchtlingen. Die Braunschweiger Gruppe war bei dem Goslarer Konzert mit vier Mitgliedern vertreten (siehe Foto).

Wieder einmal hat MIA mit ihren Songs bewiesen, welche Kraft Musik hat und dass sie auch politisch wirksam sein kann. Sie berührte am Abend des 13. November 2015 in einem ausverkauften Konzertraum im Miner’s Rock auf dem Goslarer Rammelsberg die Mengen mit ihrer Stimme.

Vor dem Lied „Pro Test“ wies die Frontfrau Mieze Katz explizit auf die Arbeit von Amnesty International sowie auf die Anwesenheit der Braunschweiger Gruppe hin.
Dabei forderte sie die Gäste auf, für ihre eigenen Ideale und Ziele zu stehen – also zu einem persönlichen Protest, um eigene Interessen und Ziele zu erreichen. Auch wenn es heißen kann, gegen den Strom zu schwimmen.

Amnesty International informierte die Gäste in Goslar über die Kampagne SOS Europa. Die psychologische und gesundheitliche Situation von Flüchtlingen, sowie eine Petition, die vom Bundesgesundheitsminister eine angemessene Gesundheitsversorgung für traumatisierte Flüchtlinge forderte, standen dabei im Mittelpunkt. 30 Unterschriften und über 100 Euro an Spenden wurden eingesammelt.