amnesty international Gruppe 1181 Gifhorn



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Unser aktueller Fall:
Fünf Protestler aus Laos


Vientiane, die Hauptstadt von Laos, 26. Oktober 1999, morgens, am Tag des jährlichen Wasserfestes versuchten die fünf Protestler Thongpaseuth Keuakoun, Seng-Alou Phengphanh, Bouavanh Chanmanivong, Keochay und Kamphouvieng Sisaath selbst gemachte Poster zu entrollen, auf denen sie eine politische, soziale und ökonomische Wende in Laos einforderten. Noch bevor sie diese Plakate hochhalten konnten, waren sie schon von der Polizei umstellt und wurden verhaftet.

Über mehr als drei Jahre lang gab es keine Informationen darüber, was mit den fünf Protestlern geschehen war. Erst 2003, als eine laotische Delegation das Europaparlament besuchte, fand man durch intensive Befragung heraus, dass Thongpaseuth, Khamphouvieng und Seng-Aloun für Landesverrat zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt worden waren. Ungenaue Angaben gab es über Keochay und Bouavanh. Inoffizielle Quellen besagen jedoch, dass alle fünf lange Haftstrafen bekommen haben. Diese Quellen sagen auch aus, dass Khamphouvieng 2001 durch Folter im Gefängnis gestorben sein soll.

Alle fünf Protestler waren ein Teil einer Gruppe von ungefähr 30 jungen Leuten, die der Laotischen Studentenbewegung für Demokratie angehören.

Die Gifhorner Regionalgruppe fordert durch Briefe an die Laotischen Behörden, dass die Inhaftierten bedingungslos und sofort freigelassen werden sollen, da sie gewaltlose politische Gefangene sind und ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahrgenommen haben.

Weiterhin fordern wir glaubhafte Aussagen über den Aufenthaltsort der fünf Protestler und Informationen über ihren Gesundheitszustand.

Des Weiteren fordern wir, dass jegliche Folter unterlassen wird, und die Personen, die für den Tod von Khamphouvieng verantwortlich sind, vor ein Gericht gebracht werden, wo sie nach internationalen Standards sich verantworten müssen.


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