amnesty sucht Briefeschreiber
für die Menschenrechte
Gifhorner Gruppe plant Lesung über Minderheiten in Indien
"Wir suchen dringend Menschen, die bereit sind, regelmäßig bei akuten Fällen von Menschenrechtsverletzungen Briefe zu schreiben, um so amnesty international (ai) zu unterstützen", erklärte Silke Schnau, Sprecherin der Gifhorner Gruppe der Menschenrechtsorganisation jetzt bei der Jahreshauptversammlung.
Im Zentrum der Arbeit von ai-Gifhorn stehen zur Zeit die verfolgten religiösen Minderheiten in Indien, auf deren Lage die Gruppe im soeben begonnen Jahr mit einer Lesung aufmerksam machen will. In den von Gifhorner Prominenten gelesenen Texten sollen diese verfolgten Menschen zu Wort kommen. Zur finanziellen Unterstützung der Menschenrechtsarbeit ist unter anderem ein Benefizkonzert in Planung.
Wichtige Schwerpunkte der Arbeit sind und bleiben aber die Infostände in der Fußgängerzone, bei denen amnesty Gifhorn regelmäßig Unterschriften und Geld für das Porto der Briefe sammelt, mit denen jeweils aktuelle Fälle von Menschenrechtsverletzungen in verschiedenen Ländern rund um den Globus angeprangert werden. "Bei den Infoständen während des Weihnachtsmarktes konnten wir endlich wieder kostendeckend arbeiten", freute sich Silke Schnau. Offenbar habe das Vertrauen der Menschen, das im vorigen Jahr durch betrügerische Spendensammlungen auch in Gifhorn beschädigt worden sei, nun wieder zugenommen. Vorübergehend hatten die drastisch zurückgegangenen Spenden nicht einmal mehr die Portokosten für die unterschriebenen Briefe gedeckt. Diese Durststrecke scheine nun überstanden zu sein, meinte Silke Schnau.
Beim Rückblick auf das vergangene Jahr waren sich alle Mitglieder einig: Die Beteiligung an der weltweiten Lichteraktion anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am 10. Dezember auf dem Gifhorner Marktplatz, als 30 Personen des öffentlichen Lebens je einen Artikel aus der Erklärung lasen, wurde von allen als gelungene und sehr feierliche Zeremonie empfunden.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde auch die Aufgabenverteilung durch Wahlen festgelegt. Danach bleibt Silke Schnau Gruppensprecherin, vertreten von Christel Friedrich, die zugleich für die Pressearbeit zuständig ist. Die Finanzen verwaltet Carsten Müller, während Tanja Effe die Fallakte Indien betreut und Erika Carstensen Briefe für aktuelle Eilaktionen organisiert. Manfred Arens zeichnet verantwortlich für die Pflege der Internetseite und die Aktion "4 Briefe für die Menschenrechte pro Jahr". Dabei versenden Unterstützer von ai viermal jährlich einen Protestbrief gegen eine aktuelle Menschenrechtsverletzung. Wer amnesty international durch das Schreiben von Briefen oder in anderer Weise unterstützen will, kann sich bei Silke Schnau, Telefon 05374/673412 melden.